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Lara Colturi, good
blood does not
lie!

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MY “LIVE THE MOMENT”

Bald beginnt der Sommer, Anfang Juni für den transalpinen, von italienischen Skiclubs am meisten besuchten Skisportort Les Deux Alpes.

Daher geht es los mit der Planung der Sommertrainingslager. Das von Daniela Ceccarelli und dem Golden Team vor 10 Jahren konzipierte Trainingszentrum stellt bis heute das von italienischen und internationalen Athleten meistbesuchte Format dar - 75 von der Olympiasiegerin und ihrem familiären Team gemanagte Skitage für drei aufeinanderfolgende Monate am Stützpunkt in Les Deux Alpes.

Der Tag von Daniela und Alessandro beginnt sehr früh, da sie für das Tracking auf der Piste zuständig sind, mit dem Coaching sind sie zwischen Videoanalysen, Nachmittagsexkursionen und Skikeller bis abends um 10 Uhr beschäftigt.

Ihre emsigsten Athleten sind die eigenen Kinder Lara und Yuri. Lara ist auf Skiern groß geworden, natürlich dank ihres angeborenen Talents und einer gewissen Vorbestimmtheit, da sie sich schon im jungen Altern von nur 12 Monaten auf ihren kleinen Plastikskiern in den Parterrebereichen von Weltmeisterschaften herumgetrieben hat und darauf gewartet hat, dass ihre „rasende“ Mama ins Ziel kommt.

Lara und Daniela haben eine ganz besondere Beziehung, in der Ski und Berge die Ebene darstellen, auf der sie miteinander kommunizieren, sich ausdrücken und sich kennen.

Eine Mutter-Tochter-Beziehung, die 365 Tage im Jahr auch eine Trainer-Athlet-Beziehung ist, gerade deshalb, da es Mama Dany ist, die sich um das technische Management von Training und Wettkämpfen kümmert, während Papa Alessandro für die organisatorischen Aspekte, die Entwicklung und das Setting von Skiern und Schuhen, die zeitliche Planung von Reisen und die Auswertung des Trackings zuständig ist.

„Wie ist es die eigene Mama, 24 Stunden am Tag als Trainer zu haben? Keine Ahnung, für mich ist das schon immer so und daher ganz normal. Ich vertraue auf ihre Einschätzung, wir verfolgen beide eine Vision, die voll und ganz auf meine Laufbahn und den Verbesserungsprozess ausgerichtet ist. Gewinnen ist immer ein Lohn für die Mühe, aber wir versuchen, uns mehr auf die Erfahrung zu konzentrieren und manchmal ist diese nicht nur auf den Skisport begrenzt.

Die Mama versteht besser als jeder andere, wann es Zeit ist, loszulassen.

Das Aufstehen in aller Herrgottsfrühe und die 20.000 in zweieinhalb Monaten gefahrenen Kurven auf dem Gletscher machen mir nichts aus... Das Wichtige ist, dass du jeden Tag Teil einer neuen Geschichte und einer neue Erfahrung bist. Mama und Papa obliegt es somit, jedes Mal für eine abwechslungsreiche Situation und das technische Umfeld sorgen zu müssen ... wenn ich ansonsten anfange, mich zu langweilen und „Dienst nach Vorschrift“ zu machen, wie Mama immer sagt, verliere ich die kreative Vision aus den Augen, die mich motiviert, neue Anreize zu schaffen. Aber manchmal reicht das Skifahren auch nicht, mein Kopf sagt mir dann, dass ich andere Fähigkeiten entdecken möchte und etwas anderes tun möchte, wie Eiskunstlauf, was ich trainiere und Wettkämpfe bestreite, seit ich fünf Jahre alt bin, oder andere Aktivitäten, wie Skaten, Beachvolleyball, Inlineskaten, Radfahren, in denen ich absolute Anfängerin bin und genau deshalb fühle ich mich weniger unter Druck.“
Es ist genau der Spirit der Wettkampfidee, mit der Daniela und Lara Training und Wettkämpfe angehen, wir konzentrieren uns darauf, Spaß zu haben und die eigenen Grenzen dabei immer ein wenig höher zu setzen
Es braucht Mut, aber auch die richtige Portion Leichtigkeit und es ist mir wichtig, dass es genau an dieser Leichtigkeit niemals mangelt in der leistungssportlichen Laufbahn meiner Kinder und zwar besonders bei Lara, da sie sich mit nur 15 Jahren immer bewusster dem Hochleistungssport stellt. Sie ist komplett anders als ich, immer fröhlich, nie besorgt und ich wünsche mir, dass sie dies auch weiterhin bleibt, auch wenn es hart auf hart kommt. Es war ganz und gar nicht einfach, mit dem Druck in der Folge der 20 Siege der letzten Saison umzugehen. Zuweilen, insbesondere bei den internationalen Finals in Alpe Cimbra, ist es vorgekommen, dass sich ihr Blick leicht verdüstert, dann habe ich versucht, diese gefährliche Gedankenkarussell zu durchbrechen, welches mich nur all zu oft in meiner hochleistungssportlichen Karriere bestraft hat, vor allem nach dem Olympiasieg. Dieses Gedankenkarussell nimmt sie nur wenige Minuten, bevor es losgeht, auf absolut verrückte Art und Weise völlig ein. Einmal haben wir uns in eine Choreografie zu Musik gestürzt. Es handelt sich um Überkreuzschritte und Kombinationen, die eine gewisse Abstimmung zwischen mir und ihr erfordern, wir haben uns auf die Wahrnehmung der Umgebung eingelassen und waren total im Einklang mit dem Rhythmus. Wir hatten jede Menge Spaß und wären fast zu spät am Start gewesen, aber so haben wir uns beide wieder daran erinnert, dass es ein Spiel ist und das, was auf dem Spiel steht, sind nur wir selbst und unser Willen, uns zu beweisen.
Ein typischer Tag von Lara und Daniela ist natürlich von einer gewissen Routine geprägt, bestehend aus Muskelaktivierung im Morgengrauen, Aufwärmen am Start, Korrekturen, Gymnastik am Nachmittag ... aber mit dem Lächeln von Lara erscheint alles leichter.
Bailey, der unzertrennliche Australian Shepherd, begleitet Lara, wenn es draußen noch dunkel ist und so fällt das obligatorische Wecken nicht ganz so schwer. Während es im Haus noch ganz still ist und alle anderen im Chalet noch im Tiefschlaf sind, macht Lara ihre Atemübungen, „dabei handelt es sich um eine Praxis, die ich nun schon seit Jahren verfolge, dank der Zusammenarbeit mit Biotekna, einem Hochleistungszentrum, das mein Gleichgewicht von Körper und Geist überwacht. Es ist ein chemischer Prozess: wie ich atme, was ich esse, mein Tagesrhythmus ... all dies bedingt meine Laune, meine Emotionen und um dies kontrollieren zu können, muss man zunächst ein Bewusstsein dafür entwickeln.“
Der Slogan „live the moment“ ist für Lara eine echte Lebensphilosophie. Wenn sie von jemandem gefragt wird, wie sie sich selbst als Erwachsene sieht, dann zuckt sie mit den Schultern, sie hat nicht die leiseste Ahnung. Aktuell ist der Skisport das Universum, in dem sie sich selbst entdeckt, aber auch die Welt, in der sie mit den Teamkameraden des Golden Teams Erfahrungen teilt.
Daniela: „Unser Wunsch war, dass unsere Kinder in einem Teamumfeld aufwachsen, in dem sie in normalem Kontext lernen, Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen ... es bleibt Zeit für das private Team und das Besondere bei Lara ist in der Tat ihr Verhalten in der Gruppe, beim Training auf der Piste sowie auf dem Trockenen. Diese Entscheidung nimmt viel Druck weg, denn unsere Aufmerksamkeit verteilt sich notwendigerweise auf 65 Athleten, wodurch alles lustiger und einprägsamer wird.“
Das ist auch für Lara so „Ohne meine Teamkameraden würde ich es nicht schaffen, auch weil der Skisport für mich ein Instrument ist, immer wieder neue Menschen und Orte kennenzulernen, hat es mir in diesem letzten Jahr sehr gefehlt, zu reisen, aber zum Glück kommen unsere amerikanischen und englischen Freunde wieder zu unseren Sommercamps, neue Impulse, ich kann es kaum erwarten, wieder in die USA zu reisen zu unserem üblichen Herbstraining in mein geliebtes Copper Mountain: Mein erstes Mal in den Rocky Mountains, der erste Sprung aus 40 Metern ... der erste gebrochene Arm mit dem Skateboard auf der Rampe in Woodworld, dem riesigen Akrobatikzentrum für Skater und Snowboarder.“

Also nicht nur Kurven, sondern in erster Linie Erfahrungen und die schwierigste Aufgabe für Lara und Daniela ist in der Tat die Umsetzung von Routinen, Methodiken, Techniken, Planung ... es sind ausschließlich Aktionen, die den Rhythmus und die Art und Weise dieses Familienabenteuers ausmachen, das aus täglichen Herausforderungen, zugeflüsterten Worten am Start und ... Leichtigkeit besteht.